11 – Ausstellungsrundgang: Sanguineti

Pietro Sanguineti: paradise
Die Arbeit von Pietro Sanguineti (*1965) verweist in neonfarbenem Pink auf ein unbestimmtes Paradies. Doch auf welches Paradies?
Sofort denkt man an die bunte und grelle Leuchtreklame kommerzieller Anbieter an Einkaufsstraßen und in Kaufhäusern, um mit Marken sowie Versprechen die Aufmerksamkeit des Passanten zu erhaschen und diese in großen Gesten anzupreisen. Ist das Paradies hier also ein kommerzieller Garten Eden, der Erfüllung und Zufriedenheit verspricht, sofern man es sich leisten kann? Verweist dieser Schriftzug eigentlich auf eine sakrale Komponente, die dem Konsum in Form von irdischer Verheißung anhaftet? Ist dies ein Paradies?

Pietro Sanguineti, paradise, 2009, Aluminium, Lack, Neon und Transformatoren, 93,7 x 390,9 x 15 cm, Kunstmuseum Stuttgart, Foto: Hans Georg Gaul, Berlin, © Pietro Sanguineti